Grundlagen und Entscheidungshilfe
AC- oder DC-Wallbox?
Der ganze Unterschied zwischen den beiden Bauarten ist die Frage, wo das Ladegerät sitzt: im Auto oder an der Wand. Daran hängt, wie schnell Sie laden, wie viel von Ihrem Solarstrom im Akku ankommt und ob das Auto abends das Haus mitversorgen kann.
11 kW
Standard bei uns
Rund 60 Kilometer Reichweite je Stunde – und das, was die meisten Autos annehmen
bis 25 kW
DC-Charger
Gleichstrom direkt in den Akku, mit passendem Auto auch zurück ins Haus
22 kW
vorbereitet
Leitung und Wallbox können es schon – offen bleiben nur Sicherung, SLS und Anschlussleistung
4,2 kW
§ 14a EnWG
Auf diesen Wert darf der Netzbetreiber im Ausnahmefall herunterregeln
Für wen ist diese Seite?
Trifft mehr als ein Punkt auf Sie zu, lohnt sich das Weiterlesen – am besten, bevor die Leitung im Boden liegt.
- Ein Elektroauto ist da oder ist bestellt, und die Wallbox soll mit der Photovoltaikanlage zusammenarbeiten
- Noch fährt ein Verbrenner, aber beim Hausbau oder der Sanierung soll die Leitung schon liegen
- Sie wollen den eigenen Solarstrom ins Auto bekommen statt für sieben Cent einzuspeisen
- Garage oder Carport stehen ein Stück vom Haus weg und die Leitung muss in den Boden
- Das Auto soll abends das Haus mitversorgen können, wenn es das kann oder das nächste es kann
- Ihnen hat jemand eine 22-kW-Wallbox angeboten und Sie wollen wissen, ob das etwas bringt
Wo das Ladegerät sitzt – daran hängt alles
Ihr Autoakku speichert Gleichstrom. Aus der Steckdose kommt Wechselstrom. Irgendwo dazwischen muss also ein Ladegerät sitzen, das aus dem einen das andere macht. Die ganze Unterscheidung zwischen AC und DC ist die Frage, wo dieses Ladegerät steht: im Auto oder an Ihrer Wand.
Alles andere folgt daraus – die Ladeleistung, die Umwandlungsverluste, der Preis und die Frage, ob das Auto abends auch zurückspeisen kann.
Die AC-Wallbox: das Ladegerät fährt mit
Eine AC-Wallbox ist im Kern ein sehr gut abgesicherter Schalter. Sie liefert Wechselstrom, prüft, ob Kabel und Fahrzeug in Ordnung sind, regelt die Stromstärke und schaltet ab, wenn etwas nicht stimmt. Umgewandelt wird nichts: Das erledigt das Ladegerät im Auto, der sogenannte Onboard-Charger.
Was dafür spricht
Sie ist die günstigste Lösung, sie ist klein, sie ist ausgereift, und sie passt an jedes Fahrzeug mit dem üblichen Typ-2-Stecker. Für die allermeisten Haushalte ist sie genau richtig – vor allem, weil ein Auto zu Hause nachts steht und nicht in zwanzig Minuten voll sein muss.
Wo die Grenzen liegen
Das Ladegerät im Auto bestimmt, wie schnell es geht, nicht die Box an der Wand. Bei den meisten Fahrzeugen sind das 11 kW, bei manchen 7,4 oder gar nur 3,7 kW. Und beim Laden mit Solarstrom wird zweimal umgewandelt: Der Gleichstrom vom Dach wird zu Wechselstrom fürs Hausnetz, im Auto wieder zu Gleichstrom für den Akku. Jeder Schritt kostet ein paar Prozent.
Der DC-Charger: das Ladegerät hängt an der Wand
Beim DC-Charger steckt die Leistungselektronik im Gerät an der Wand. Über den CCS-Stecker geht der Gleichstrom direkt in den Akku, das Ladegerät im Auto bleibt unbenutzt. Es ist im Prinzip dieselbe Technik wie an der Schnellladesäule an der Autobahn, nur kleiner und für zu Hause gedacht.
Was dafür spricht
Die Ladeleistung hängt nicht mehr am Auto: Mit dem Sigenergy DC-Charger sind bis zu 25 kW möglich, ein Fahrzeug ist damit in rund drei Stunden voll. Der Strom vom Dach und aus dem Speicher nimmt den kurzen Weg ohne die beiden Umwandlungsschritte. Und mit passendem Fahrzeug lädt er bidirektional – abends kommt der Strom aus dem Auto zurück ins Haus.
Wo die Grenzen liegen
Er kostet ein Vielfaches einer AC-Wallbox, braucht mehr Platz und will ordentlich angebunden sein. Und er lohnt sich nur, wenn Sie eine der drei Sachen wirklich nutzen: Tempo, Wirkungsgrad bei viel Solarstrom oder Rückspeisen. Wer nachts lädt und tagsüber unterwegs ist, hat von den 25 kW wenig.
Was das beim Laden mit Solarstrom ausmacht
Beim Überschussladen geht nicht die volle Leistung ins Auto, sondern genau das, was das Dach gerade übrig hat. Und da wird es interessant: Eine dreiphasige AC-Wallbox kann nicht beliebig weit heruntergeregelt werden – unterhalb von rund 4 kW geht ihr die Luft aus. Boxen, die dafür auf eine Phase umschalten, kommen tiefer, etwa bis 1,4 kW.
Ein DC-Charger regelt feiner. Bei einer kleinen Anlage oder im Herbst, wenn der Überschuss nur zwischendurch auftaucht, landet damit mehr im Akku statt im Netz. Bei einer großen Anlage, die im Sommer sowieso zuverlässig über 4 kW übrig hat, fällt der Unterschied kaum ins Gewicht.
Was am Ende dabei herauskommt, lässt sich leicht ausrechnen. Ein Mittelklassewagen braucht mit Ladeverlust rund 16 Kilowattstunden je 100 Kilometer. Kommen die aus der eigenen Anlage, kosten sie sieben Cent die Kilowattstunde – macht 1,12 € auf 100 Kilometer. Derselbe Wagen als Benziner braucht sieben Liter, das sind bei 2,10 € je Liter 14,70 €. (Stand: September 2026)
Die sieben Cent sind dabei kein Preis, den Sie zahlen, sondern die Einspeisevergütung, die Sie für diese Kilowattstunde nicht bekommen, weil Sie sie selbst getankt haben – effektiv laden Sie in diesem Moment für null Cent. Und sie gelten nur für Strom, der wirklich vom eigenen Dach kommt – wer im Winter nachts am Netz lädt oder unterwegs an der Säule, rechnet mit anderen Preisen. Wie das über ein ganzes Jahr aussieht, steht in der Beispielrechnung auf der Seite für Privatkunden, die den Netzstrom und die Ladesäule ehrlich mit einrechnet.
Welche Anlage bei Ihnen wie viel übrig hat, sehen wir in der Auslegung. Deshalb entscheiden wir die Frage Wallbox oder DC-Charger auch nicht am Telefon, sondern wenn die Anlagengröße steht.
Eingestellt wird das Überschussladen später in der App Ihrer Anlage – zusammen mit allem anderen. Was dort zu sehen ist und was Sie darüber steuern können, steht unter Die App zu Anlage und Wallbox.
22 kW: heute nicht nötig – und trotzdem schon möglich gemacht
Danach werden wir oft gefragt, meist weil es jemand im Angebot stehen hatte. Die ehrliche Antwort besteht aus drei Teilen.
Erstens: Ihr Auto kann es fast sicher nicht. 22 kW über Wechselstrom heißt 32 Ampere auf drei Phasen, und die muss das Ladegerät im Fahrzeug annehmen können. Die allermeisten Modelle hören bei 11 kW auf. Die Wallbox auf 22 kW hochzusetzen macht ein solches Auto keine Minute schneller – es kostet nur den Umbau dahinter.
Zweitens: Der Netzbetreiber redet mit. Bis 12 kVA ist ein Ladepunkt anzumelden, darüber braucht er die Zustimmung des Netzbetreibers. Ob die kommt, hängt am Netz in Ihrer Straße und an Ihrem Hausanschluss. Im Wohngebiet ist das keine Formsache. (Stand: September 2026)
Drittens: Wer wirklich schnell laden will, ist beim DC-Charger besser aufgehoben. Der macht seine 25 kW unabhängig davon, was das Fahrzeug über Wechselstrom annimmt – und liefert nebenbei die Rückspeisung ins Haus.
Deshalb laden Sie bei uns heute mit 11 kW. Aber wir bauen so, dass die Entscheidung offen bleibt – und zwar an beiden Stellen, die fest zum Haus gehören: Die Zuleitung legen wir im Querschnitt für 22 kW, passend zur tatsächlichen Länge bis zum Stellplatz, und die Wallbox, die wir setzen, kann 22 kW – sie wird bei der Inbetriebnahme auf 11 kW eingestellt. Im Zählerschrank bleibt zusätzlich der Platz für die größere Absicherung frei.
Das ist der Punkt, an dem viele Angebote sparen: eine Box, die nur 11 kW kann, und eine Leitung, die nur 11 kW trägt. Beides ist für sich genommen richtig dimensioniert – nur ist die Tür damit zu.
Was beim Umstieg auf 22 kW wirklich zu tun ist
Hier steht der Satz, den wir in fremden Angeboten fast nie finden: Die Wallbox ist nicht das Problem. Unsere ist ohnehin eine, die 22 kW kann, und das Umstellen von 11 auf 22 kW ist eine Sache von Minuten für den Fachbetrieb. Die Box bleibt hängen, wo sie hängt, und die Leitung bleibt liegen, wo sie liegt.
Getauscht werden muss dahinter:
Die Sicherung des Ladestromkreises. Aus 16 Ampere je Phase werden 32. Der Leitungsschutzschalter und der Fehlerstromschutz in der Unterverteilung müssen dazu passen – und die Zuleitung erst recht, deshalb legen wir sie gleich größer.
Der SLS im Zählerschrank. Der selektive Leitungsschutzschalter sitzt vor dem Zähler und ist auf die Zuleitung Ihres Hauses ausgelegt, üblicherweise 35, 50 oder 63 Ampere. Ein zweiter Verbraucher mit 32 Ampere sprengt die kleinste Stufe. Der SLS steckt im plombierten Bereich; das ist Sache des Elektrofachbetriebs in Abstimmung mit dem Netzbetreiber, nicht Heimwerkerarbeit. Mehr dazu steht auf der Seite Der Zählerschrank.
Und meistens die Anschlussleistung selbst. Was Ihr Hausanschluss liefern darf, steht im Vertrag mit dem Netzbetreiber und hängt an der Sicherung im Hausanschlusskasten und am Kabel in der Straße. 22 kW zusätzlich zu Wärmepumpe, Herd und Durchlauferhitzer reißen die übliche Auslegung eines Einfamilienhauses. Die Erhöhung beantragen wir, prüfen muss sie der Netzbetreiber, und sie kann etwas kosten – bis hin zu einem neuen Anschlusskabel.
Das ist der Grund, warum wir 22 kW nicht als Häkchen im Angebot verkaufen. Wer sie will, bekommt von uns vorher die ganze Liste mit Preisen – und nicht die Überraschung erst dann, wenn die Box längst hängt.
Die Leitung ist der Teil, den man nicht nachrüsten will
Zwischen Zählerschrank und Stellplatz liegen bei den meisten Häusern ein paar Meter, bei Carport oder Garage am Ende des Grundstücks auch mal dreißig oder vierzig. Und je länger die Leitung, desto mehr Spannung fällt unterwegs ab. Das gleicht man mit einem größeren Querschnitt aus – bei doppelter Leistung entsprechend mehr.
Wir messen die Strecke, rechnen den Spannungsfall und legen danach aus. Wo wir ohnehin aufgraben, kommt ein Leerrohr mit in den Graben. Beides kostet bei der ersten Montage wenig. Später kostet es einen Bagger, einen Wanddurchbruch und einen Tag, an dem der Garten aussieht wie eine Baustelle.
Das ist auch der Grund, warum wir raten, die Leitung schon zu legen, wenn noch gar kein Elektroauto da ist. Die Wallbox können Sie sich bis dahin sparen.
Was wir anmelden
Der Ladepunkt wird beim Netzbetreiber angemeldet – bis 12 kVA reicht die Anmeldung, darüber ist die Zustimmung nötig. Dazu kommt seit 2024 die Meldung als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG: Alles über 4,2 kW – die Wallbox, die Wärmepumpe, der Speicher – wird gemeldet, und der Netzbetreiber darf im Ausnahmefall auf 4,2 kW herunterregeln. Im Gegenzug zahlen Sie reduzierte Netzentgelte.
In der Praxis kommt das selten vor und dann meist in der Abendspitze. Über Nacht ist das Auto trotzdem voll, und wer tagsüber mit der eigenen Sonne lädt, merkt davon ohnehin nichts. Die Anmeldungen machen wir mit, Sie müssen dafür nichts ausfüllen. (Stand: September 2026)
Bei der Meldung ist allerdings eine Entscheidung zu treffen, die im Formular nur aus drei Kästchen besteht: Welches der drei Netzentgelt-Module wollen Sie? Für ein Haus mit Photovoltaik und Elektroauto ist das schnell beantwortet – warum, steht auf der Seite Netzentgelte: Modul 1, 2 oder 3?.
Was wir Ihnen in der Regel empfehlen
Bauen wir Ihre Anlage, kommt die passende AC-Wallbox von Atmoce oder Sigenergy mit – ein System, eine App, ein Ansprechpartner. Das deckt den allergrößten Teil der Fälle ab.
Der Sigenergy DC-Charger ist die richtige Wahl, wenn schnell geladen werden muss, wenn viel Solarstrom durchs Haus geht oder wenn Sie das Auto als Speicher fürs Haus nutzen wollen. Zum Nachrüsten an einer bestehenden Anlage empfehlen wir den go-e Charger.
Und in jedem dieser Fälle gilt derselbe Satz: Womit Sie heute laden, ist die Entscheidung von heute – Leitung und Wallbox sind die der nächsten zwanzig Jahre. Deshalb bauen wir beide gleich so, dass 22 kW später eine Einstellung sind und keine Baustelle.
Was Sie davon haben
Die Punkte, auf die es ankommt.
01
Ein System, eine App
Bauen wir Ihre Anlage, kommt die passende Wallbox von Atmoce oder Sigenergy gleich mit. Anlage, Speicher und Ladepunkt reden dann von sich aus miteinander: Der Überschuss geht ins Auto, ohne dass Sie etwas einstellen, und Sie sehen alles in derselben App. Bei zusammengewürfelten Geräten ist genau diese Abstimmung die Stelle, an der es hakt.
02
Laden mit dem, was übrig ist
Photovoltaikoptimiertes Laden heißt: Das Auto nimmt den Überschuss, den Ihr Dach gerade produziert, und drosselt, wenn eine Wolke kommt. Statt für rund sieben Cent einzuspeisen, tanken Sie den Strom. Bei 16 kWh je 100 Kilometer sind das 1,12 € auf 100 Kilometer – gegen 14,70 € beim Benziner mit 7 Litern.
03
Der kurze Weg für den Strom
Vom Dach und aus dem Speicher kommt Gleichstrom, und im Autoakku liegt Gleichstrom. Eine AC-Wallbox macht daraus zweimal etwas anderes: erst Wechselstrom fürs Hausnetz, dann im Auto wieder zurück. Ein DC-Charger spart beide Schritte – jeder Umwandlungsschritt kostet ein paar Prozent.
04
Bidirektional, wenn das Auto mitspielt
Der Sigenergy DC-Charger lädt mit passendem Fahrzeug in beide Richtungen: tagsüber Sonne in den Autoakku, abends daraus das Haus versorgen. Mit 40 bis 80 Kilowattstunden ist das Auto meist der mit Abstand größte Speicher auf dem Grundstück.
05
Leitung und Wallbox können schon 22 kW
Beides bauen wir gleich für die größere Leistung: die Zuleitung im Querschnitt, der zu Ihrer tatsächlichen Länge passt, und eine Wallbox, die 22 kW kann und auf 11 kW eingestellt wird. Damit ist der Teil erledigt, der später einen Bagger oder ein neues Gerät bedeuten würde – umgestellt wird in Minuten.
06
Wir sagen Ihnen, was 22 kW wirklich kostet
Nicht an der Wallbox hängt es – unsere kann es ohnehin. Getauscht werden müssen die Sicherung im Ladestromkreis und der SLS im Zählerschrank, und in aller Regel muss die Anschlussleistung Ihres Hauses herauf. Das steht in den wenigsten Angeboten, kostet aber Geld und braucht den Netzbetreiber. Bei uns steht es vorher auf dem Papier.
07
Elektrik vom eigenen Meisterbetrieb
Wallbox, Leitungsschutz, Fehlerstromschutz, Zählerschrank und die Anmeldung beim Netzbetreiber sind eine Sache, keine fünf. Wir machen die Elektrik selbst, mit eigenem Elektromeister – und melden den Ladepunkt mit an, inklusive der Meldung nach § 14a.
Ehrlich gesagt
Wo die Grenzen liegen.
Kein System passt überall. Diese Punkte sollten Sie kennen, bevor Sie sich entscheiden – wir sprechen sie im Beratungstermin ohnehin an.
- 22 kW über Wechselstrom bringt fast keinem Auto etwas. Das Ladegerät im Fahrzeug entscheidet, und bei den allermeisten Modellen sind dort 11 kW Schluss, bei manchen sogar 7,4 oder 3,7 kW. Eine größere Wallbox macht ein Auto mit 11-kW-Ladegerät keine Minute schneller.
- Ladepunkte über 12 kVA sind nicht mehr nur anzumelden, sondern brauchen die Zustimmung des Netzbetreibers. Ob die kommt, hängt am Netz in Ihrer Straße und am Hausanschluss – das entscheiden wir nicht und Sie auch nicht. (Stand: September 2026)
- Von 11 auf 22 kW hochzugehen ist mehr als ein größeres Gerät an der Wand. Leitung und Wallbox können es bei uns schon. Zu tauschen sind die Sicherung des Ladestromkreises und der SLS-Schalter im Zählerschrank, und in aller Regel muss die Anschlussleistung des Hauses erhöht werden – was der Netzbetreiber prüft und berechnet. Wer Ihnen 22 kW anbietet, ohne diese drei Punkte zu nennen, hat die Rechnung nicht zu Ende gemacht.
- Ein DC-Charger kostet deutlich mehr als eine AC-Wallbox, ist größer und braucht mehr Platz an der Wand. Er lohnt sich, wenn regelmäßig schnell geladen wird, wenn viel Solarstrom durchgeht oder wenn bidirektional geladen werden soll – nicht als Standardausstattung für jeden Stellplatz.
- Bidirektionales Laden braucht drei Dinge gleichzeitig: ein Fahrzeug, das es freigibt, einen Ladepunkt, der es kann, und einen Netzbetreiber, der es abrechnet. Die Zahl der passenden Fahrzeuge wächst gerade deutlich, aber fragen Sie vor dem Autokauf beim Hersteller nach – nicht danach.
- Über § 14a EnWG darf der Netzbetreiber neue Ladepunkte im Ausnahmefall auf 4,2 kW herunterregeln, dafür zahlen Sie geringere Netzentgelte. In der Praxis passiert das selten und meist zur Abendspitze; über Nacht ist das Auto trotzdem voll. Wer tagsüber mit eigener Sonne lädt, merkt es ohnehin kaum. (Stand: September 2026)
- Ohne eigene Photovoltaikanlage bleibt eine Wallbox ein Ladepunkt für Netzstrom. Sie rechnet sich dann über den Vergleich mit der öffentlichen Säule, nicht über die Sonne. Zum Nachrüsten an einer bestehenden Anlage empfehlen wir den go-e Charger.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einer AC-Wallbox und einem DC-Charger?
Wo das Ladegerät sitzt. Bei einer AC-Wallbox sitzt es im Auto: Die Box liefert Wechselstrom, das Fahrzeug macht daraus den Gleichstrom für seinen Akku. Bei einem DC-Charger sitzt das Ladegerät an der Wand, der Gleichstrom geht über den CCS-Stecker direkt in den Akku, und das Ladegerät im Auto bleibt außen vor. Deshalb ist ein DC-Charger nicht an die 11 kW gebunden, die die meisten Fahrzeuge über Wechselstrom annehmen.
Reichen 11 kW zu Hause?
Für fast alle. 11 kW bringen rund 60 Kilometer Reichweite je Stunde. Ein Auto, das mit 50 Kilometern Restreichweite in die Garage fährt, ist nach wenigen Stunden voll – und Sie schlafen ohnehin länger. Schneller wird es dann interessant, wenn zwischen zwei Fahrten wirklich wenig Zeit liegt.
Warum laden wir mit 11 kW, wenn die Wallbox 22 kW kann?
Weil 22 kW heute in aller Regel nichts bringen: Das Ladegerät im Auto begrenzt die Leistung, und dort sind meist 11 kW Schluss. Dazu kommt, dass ein Ladepunkt über 12 kVA die Zustimmung des Netzbetreibers braucht. Wir stellen die Box deshalb auf 11 kW ein – können sie aber jederzeit hochsetzen, wenn Auto, Netzbetreiber und Zählerschrank so weit sind.
Was heißt „22 kW vorbereitet" genau?
Dass die beiden Teile, die fest zum Haus gehören, es schon können: die Zuleitung im richtigen Querschnitt für Ihre tatsächliche Leitungslänge und die Wallbox selbst, die bei der Inbetriebnahme auf 11 kW eingestellt wird. Dazu der Platz für die größere Absicherung im Zählerschrank und, wo wir ohnehin aufgraben, ein Leerrohr für später.
Muss für 22 kW die Wallbox getauscht werden?
Bei uns nicht – und genau das wird selten gesagt. Die Wallbox, die wir setzen, kann 22 kW und wird auf 11 kW eingestellt; umstellen ist eine Sache von Minuten. Getauscht werden müssen die Sicherung des Ladestromkreises und der SLS-Schalter im Zählerschrank, und in aller Regel muss die Anschlussleistung des Hauses beim Netzbetreiber erhöht werden. Das ist der Aufwand, nicht das Gerät an der Wand.
Was kostet es, die Anschlussleistung zu erhöhen?
Das legt der Netzbetreiber fest, nicht wir. Beantragt wird eine höhere Netzanschlussleistung; geprüft wird, was Hausanschlusskasten und Kabel in der Straße hergeben. Je nachdem bleibt es bei einer größeren Sicherung im Hausanschlusskasten oder es wird ein neues Anschlusskabel fällig – dann wird es deutlich teurer. Deshalb klären wir das, bevor jemand 22 kW ins Angebot schreibt.
Was hat die Länge der Leitung damit zu tun?
Je länger die Leitung, desto größer der Spannungsfall auf dem Weg zur Wallbox – und desto dicker muss das Kabel sein. Bei einer Garage direkt am Haus ist das kein Thema, beim Carport am Ende des Grundstücks sehr wohl. Wir messen die Strecke, rechnen den Spannungsfall und legen den Querschnitt danach aus, nicht nach Faustformel.
Brauche ich einen DC-Charger fürs bidirektionale Laden?
In aller Regel ja. Damit der Autoakku das Haus versorgen kann, muss aus seinem Gleichstrom wieder Wechselstrom werden – und das macht das Ladegerät im Auto nicht. Der DC-Charger hat die nötige Elektronik an Bord. Zusätzlich muss das Fahrzeug das Rückspeisen freigeben; das steht im Datenblatt des Herstellers.
Lohnt sich eine Wallbox, wenn noch gar kein Elektroauto da ist?
Die Wallbox selbst können Sie sich sparen, bis das Auto kommt. Die Leitung nicht. Wer beim Neubau, beim Zählerschrankumbau oder bei einer Gartenbaustelle die Zuleitung mitlegen lässt, zahlt einen Bruchteil dessen, was Aufgraben und Wanddurchbruch später kosten. Das ist der eine Punkt, an dem wir wirklich zum Vorziehen raten.
Muss die Wallbox beim Netzbetreiber angemeldet werden?
Ja. Ladepunkte bis 12 kVA sind anzumelden, darüber ist die Zustimmung des Netzbetreibers nötig. Dazu kommt seit 2024 die Meldung als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG für alles über 4,2 kW – im Gegenzug gibt es reduzierte Netzentgelte. Beides übernehmen wir. (Stand: September 2026)
Im Beratungstermin prüfen wir das an Ihrem Dach.
Wir nehmen das Dach per Drohne auf, rechnen die Varianten durch und legen Ihnen die Zahlen nebeneinander. Unverbindlich und kostenlos.
Und wie geht es dann weiter? So läuft es bei uns ab – vom ersten Anruf bis zur angemeldeten Anlage.