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Go Top Solar GmbH

Grundlagen und Alltag

Die App zu Anlage und Wallbox

Zu jeder Anlage, die wir bauen, gehört eine App. Sie zeigt, was das Dach gerade liefert, wohin der Strom fließt und was das Auto beim letzten Laden gezogen hat. Und über sie legen Sie fest, dass die Wallbox auf die Sonne wartet, statt Netzstrom zu ziehen.

Für wen ist diese Seite?

Trifft mehr als ein Punkt auf Sie zu, lohnt sich das Weiterlesen – am besten, bevor Sie sich für ein System entscheiden.

  • Sie möchten vor der Entscheidung wissen, was Sie später tatsächlich zu sehen bekommen
  • Ein Elektroauto steht schon da oder kommt – und es soll möglichst mit eigenem Strom laden
  • Sie wollen nachvollziehen können, ob die Anlage das liefert, was im Angebot steht
  • Im Haushalt gibt es Verbraucher, die sich verschieben lassen: Waschmaschine, Warmwasser, Wärmepumpe, Pool
  • Ihnen wäre lieb, wenn jemand mitschaut und sich meldet, bevor Sie selbst etwas merken
  • Sie fragen sich, wo diese Daten eigentlich landen und wer sie sehen kann

Was Sie nach der Übergabe in der Hand haben

Am Tag der Inbetriebnahme richten wir die App gemeinsam mit Ihnen ein – auf Ihrem Handy, mit Ihrem Konto, auf Wunsch gleich noch auf einem zweiten Gerät in der Familie. Danach gehen wir die Ansichten einmal durch und zeigen Ihnen, welche Zahl was bedeutet. Das dauert eine Viertelstunde und erspart später viele Anrufe.

Dieselben Daten gibt es zusätzlich im Browser. Am großen Bildschirm lässt sich ein ganzes Jahr besser vergleichen als auf dem Handy.

Die drei Ansichten, die man wirklich benutzt

Jetzt. Ein Bild mit Dach, Speicher, Haus, Netz und Ladepunkt, dazwischen laufende Pfeile. Sie sehen auf einen Blick, ob Ihr Strom gerade ins Auto, in den Speicher oder ins Netz geht. Nach ein paar Tagen entwickeln die meisten ein Gefühl dafür, was im Haus wie viel zieht – und verschieben die Waschmaschine von allein auf mittags.

Der Tag. Eine Kurve über 24 Stunden: Erzeugung, Verbrauch, Speicherstand. Hier steht auch, wie hoch Ihr Eigenverbrauch an diesem Tag war – also welcher Teil Ihres Solarstroms im Haus geblieben ist, statt ins Netz zu gehen.

Monat und Jahr. Balken nebeneinander. Das ist die Ansicht, die nach dem ersten Sommer interessant wird, weil Sie damit vergleichen können: Ihr Juli gegen den Juli davor, Ihr Dezember gegen den Dezember. Wird ein Monat ohne erkennbaren Grund schwächer, ist das ein Hinweis, dem wir nachgehen.

Das Auto: laden, wenn die Sonne liefert

Der Unterschied ist einfach zu rechnen. Eine Kilowattstunde, die Sie ins Netz einspeisen, bringt Ihnen rund sieben Cent. Dieselbe Kilowattstunde abends zurückzukaufen kostet rund 30 Cent (Stand: September 2026). Wer sein Auto tagsüber mit dem eigenen Überschuss lädt, spart die Differenz – bei jedem Ladevorgang.

Dafür gibt es in der App im Wesentlichen drei Einstellungen:

Nur mit Überschuss. Es wird ausschließlich geladen, wenn die Anlage mehr liefert, als das Haus gerade braucht. Zieht eine Wolke auf, geht die Ladeleistung zurück oder der Vorgang pausiert. Das ist die günstigste Variante und die, die die meisten dauerhaft eingestellt lassen.

Überschuss mit Grundlast. Es wird mit Sonne geladen, aber mindestens mit einer festgelegten Leistung – auch wenn dafür Strom aus dem Netz dazukommt. Der Kompromiss für Tage, an denen das Auto am nächsten Morgen los muss.

Volle Leistung. Laden, so schnell Wallbox und Fahrzeug es hergeben, ohne Rücksicht auf die Sonne. Für den Fall, dass es eilig ist.

Bauen wir die Anlage komplett, kommt die passende Wallbox von Sigenergy oder Atmoce gleich mit und sitzt in derselben App. Mit dem DC-Charger von Sigenergy sind bis zu 25 Kilowatt möglich, und mit einem Fahrzeug, das das unterstützt, fließt der Strom abends auch zurück ins Haus. Welche Bauart wann passt, steht unter AC- oder DC-Wallbox? – und was hinter den einzelnen Begriffen steckt, im Photovoltaik-Lexikon.

Was Sie einstellen können – und was von allein passiert

Die wichtigste Nachricht zuerst: Sie müssen nichts einstellen. Die Anlage verteilt den Strom von sich aus sinnvoll – erst ins Haus, dann in den Speicher, dann ins Auto, der Rest ins Netz.

Wer es genauer mag, kann in der App Prioritäten setzen: dass der Speicher vor dem Auto drankommt oder umgekehrt, dass ein Teil des Speichers als Notstromreserve unangetastet bleibt, oder dass die Wärmepumpe ihre Arbeit in die Mittagsstunden legt. Diese Dinge stellen wir bei der Übergabe gemeinsam so ein, wie es zu Ihrem Tagesablauf passt. Ändern können Sie es später jederzeit selbst.

Wenn etwas nicht stimmt

Die App meldet sich von selbst, wenn eine Störung ansteht – als Nachricht aufs Handy, nicht als Zahl, die man erst suchen müsste. Typische Fälle: ein abgerissener Kontakt zur Anlage, ein Modul oder ein Strang, der deutlich unter den anderen liegt, oder ein Fehler am Ladepunkt.

Dazu kommt unser Blick von außen. Wenn Sie es wünschen, nehmen wir Ihre Anlage in unser Monitoring. Wir sehen dann dasselbe wie Sie und melden uns, wenn uns etwas auffällt. Einiges lässt sich aus der Ferne klären – eine Einstellung, ein Firmware-Stand, ein Gerät, das neu starten muss. Und wenn doch jemand kommen muss, wissen wir vorher, was mitzubringen ist. Dafür brauchen wir Ihre Freigabe in der App; ohne die sehen wir nichts.

Ohne Internet, ohne Hersteller: was dann noch läuft

Eine Frage, die im Beratungsgespräch oft kommt und die berechtigt ist: Was ist, wenn es diese App in zehn Jahren nicht mehr gibt?

Erzeugung, Speicherladung, Einspeisung und die Umschaltung auf Notstrom laufen im Gerät selbst ab. Die Cloud schaut zu, sie steuert nicht. Fällt das Internet aus, läuft Ihre Anlage weiter, nur die Anzeige fehlt. Und würde ein Hersteller seinen Dienst eines Tages abschalten, produziert Ihr Dach trotzdem weiter Strom.

Deshalb achten wir bei der Auswahl darauf, dass sich jedes Gerät einzeln tauschen lässt, ohne dass die ganze Anlage daran hängt. Eine Anlage, die ohne den Server ihres Herstellers stillsteht, würden wir nicht bauen.

Ihre Daten

Das Konto läuft auf Ihren Namen, und die Daten liegen in der Cloud des Herstellers. Wir bekommen Zugriff nur, wenn Sie uns dafür freigeben, und Sie können das jederzeit zurücknehmen. Wir nutzen ihn für Wartung, Störungssuche und Garantieabwicklung – weiter gibt niemand von uns etwas.

Wenn Sie genauer wissen wollen, welche Daten dabei anfallen und wo sie verarbeitet werden, fragen Sie uns im Beratungstermin danach. Wir sagen Ihnen, was wir wissen – und wo wir es nicht wissen, sagen wir auch das.

Ein Blick in die mySigen-App

Drei Ansichten aus der App, die zu einer Anlage von Sigenergy gehört. Die Bilder stammen aus den Unterlagen des Herstellers und zeigen die englische Fassung – auf dem eigenen Handy steht dieselbe App auf Deutsch.

  • App-Startseite mit einem Haus in 3D, daneben die aktuelle Leistung von Dach, Speicher, Netz und Ladepunkt
    Die Startseite: was das Dach gerade liefert, was das Haus zieht, wie voll der Speicher ist – und ob am Ladepunkt ein Auto hängt.
  • Flussdiagramm der App mit farbigen Bändern von Solar, Speicher und Netz hin zu Haus, Ladepunkt und Einspeisung
    Woher jede Kilowattstunde kam und wohin sie gegangen ist: links die Quellen, rechts die Verbraucher, dazwischen die Anteile.
  • App-Ansicht mit Börsenstrompreisen über 24 Stunden und dem daraus geplanten Lade- und Entladefahrplan des Speichers
    Wer einen dynamischen Stromtarif hat, sieht die Preise des nächsten Tages und den Fahrplan, den die Anlage daraus macht.

Und so die Atmozen-App

Zu einer Anlage mit Mikrowechselrichtern von Atmoce gehört die Atmozen-App. Die modulgenaue Ansicht – ein Kästchen je Modul – ist weiter oben beschrieben und auf der Seite zu Atmoce abgebildet.

  • App-Startseite mit einem Haus in 3D, den aktuellen Werten für Dach, Haus und Netz sowie der Tagesbilanz darunter
    Dieselbe Idee, andere Handschrift: aktuelle Leistung oben, darunter Erzeugung und Verbrauch des Tages.
  • Balkendiagramm eines Monats, je Tag aufgeteilt in den Anteil aus der Solaranlage und den Anteil aus dem Netz
    Tag für Tag über einen Monat, aufgeteilt in eigenen Strom und Netzbezug. Die Ansicht, die nach dem ersten Sommer interessant wird.

Was Sie davon haben

Die Punkte, auf die es ankommt.

  1. 01

    Was gerade passiert, in einem Bild

    Dach, Speicher, Haus, Netz und Ladepunkt stehen als Kreise nebeneinander, dazwischen laufen die Pfeile. Nach zwei Tagen wissen Sie ohne nachzudenken, ob gerade eingespeist oder zugekauft wird – und was es ausmacht, die Spülmaschine um 13 Uhr statt um 20 Uhr anzuwerfen.

  2. 02

    Das Auto wartet auf die Sonne

    Sie stecken an und stellen einmal ein, dass mit Überschuss geladen werden soll. Danach nimmt das Auto den Strom, den die Anlage sonst für rund sieben Cent ins Netz schieben würde, statt ihn abends für rund 30 Cent zurückzukaufen. Wenn es eilig ist, schalten Sie in der App auf volle Leistung um.

  3. 03

    Der Vergleich über die Jahre

    Monat für Monat, Jahr für Jahr, als Balken nebeneinander. Damit sehen Sie selbst, ob Ihre Anlage liefert, was sie soll – und müssen es niemandem glauben. Ein schwacher Juli fällt sofort auf, ein langsam nachlassendes Modul ebenfalls.

  4. 04

    Bei Atmoce jedes Modul einzeln

    Weil dort jedes Modul seinen eigenen Wechselrichter hat, liegt Ihr Dach als Grundriss in der App: ein Kästchen je Modul, eingefärbt nach dem, was es gerade liefert. Bei einem String-System sehen Sie die Anlage als Ganzes. Was das unterscheidet, steht unter [String- oder Modulwechselrichter](/technik/string-oder-modulwechselrichter).

  5. 05

    Wir schauen mit drauf

    Auf Wunsch nehmen wir Ihre Anlage in unser Monitoring. Dann melden wir uns bei Ihnen, wenn uns etwas auffällt – und nicht erst, wenn Sie im Sommer merken, dass die Zahlen nicht stimmen. Vieles lässt sich aus der Ferne klären, ohne dass jemand aufs Dach muss.

  6. 06

    Eine App statt drei

    Bauen wir Ihre Anlage komplett, kommen Wechselrichter, Speicher und Wallbox vom selben Hersteller – und damit alles in eine App. Kein Wechseln zwischen Programmen, die sich gegenseitig widersprechen, und im Störfall ein Ansprechpartner statt drei.

Ehrlich gesagt

Wo die Grenzen liegen.

Kein System passt überall. Diese Punkte sollten Sie kennen, bevor Sie sich entscheiden – wir sprechen sie im Beratungstermin ohnehin an.

  • Die App braucht eine Internetverbindung an der Anlage. Am Zählerschrank ist das WLAN oft schwach – wir planen deshalb von vornherein eine feste Leitung oder einen zusätzlichen Zugangspunkt ein. Bricht die Verbindung ab, läuft die Anlage weiter und speist weiter ein; Sie sehen nur keine aktuellen Werte, und im Verlauf kann eine Lücke bleiben.
  • Die Daten laufen über die Cloud des Herstellers, nicht über einen Server bei uns. Was die App kann, entscheidet damit der Hersteller, und mit einem Update kann sich das ändern. Wichtig ist uns deshalb: Ihre Anlage arbeitet auch dann normal weiter, wenn diese App eines Tages nicht erreichbar wäre.
  • Wie voll der Autoakku gerade ist, weiß die Wallbox nur, wenn das Fahrzeug es meldet. Manche Autohersteller geben diese Daten frei, viele nicht. Das Überschussladen funktioniert trotzdem – die Anzeige „noch 40 Prozent" steht dann aber in der App des Autoherstellers und nicht in der Ihrer Anlage.
  • Wer Geräte mischt, hat mehr als eine App: Eine bestehende Anlage von einem anderen Hersteller und eine nachgerüstete Wallbox reden nicht automatisch miteinander. Überschussladen ist in solchen Fällen oft trotzdem möglich, aber nicht immer – das klären wir vor dem Angebot und nicht danach.
  • Die App macht keinen Ertrag. Sie zeigt an und sie stellt ein. Wer nie hineinschaut, verliert dadurch nichts: Die Anlage verteilt den Strom auch von allein sinnvoll. Umgekehrt holt niemand aus einem verschatteten Dach durch geschicktes Tippen mehr heraus.

Häufige Fragen

Welche App bekomme ich?

Das hängt am System. Bei Sigenergy laufen Wechselrichter, Speicher, Notstrom und Ladepunkt in einer einzigen App zusammen. Bei Atmoce gibt es die Atmozen-App fürs Handy und zusätzlich die Atmoce Cloud im Browser, dort mit der modulgenauen Ansicht. Rüsten wir an einer bestehenden Anlage nur einen go-e Charger nach, bringt der seine eigene App mit. Eingerichtet wird das bei der Übergabe gemeinsam mit Ihnen, auf Ihrem Handy.

Kann ich mit der App das Laden des Autos steuern?

Ja. Freigeben und sperren, zwischen Überschussladen und voller Leistung umschalten, den Ladestrom begrenzen und in vielen Fällen eine Uhrzeit hinterlegen, bis zu der das Auto auf jeden Fall geladen sein soll. Außerdem sehen Sie, wie viele Kilowattstunden der letzte Ladevorgang gebraucht hat.

Was bedeutet Überschussladen genau?

Geladen wird nur mit dem Strom, den Sie gerade nicht brauchen und sonst ins Netz schieben würden. Die Anlage misst dazu am Hausanschluss mit und regelt die Ladeleistung laufend nach. Eine Untergrenze gibt es: Unter sechs Ampere je Phase nimmt kein Auto Strom an – dreiphasig sind das rund vier Kilowatt, einphasig rund 1,4. Kann die Wallbox zwischen ein- und dreiphasig umschalten, wird auch bei wenig Sonne noch geladen. Zieht eine Wolke auf, schiebt sonst der Speicher nach, oder der Ladevorgang pausiert kurz.

Funktioniert die Anlage auch ohne App und ohne Internet?

Ja. Erzeugung, Speicherladung, Einspeisung und auch die Umschaltung auf Notstrom laufen im Gerät selbst ab, nicht in der Cloud. Ohne Verbindung fehlen Ihnen die Anzeige und die Fernsteuerung, nicht der Strom. Das Auto laden können Sie weiterhin – nur eben ohne die Feinsteuerung über die App.

Wer kann meine Daten sehen?

Das Konto läuft auf Ihren Namen, die Daten liegen in der Cloud des jeweiligen Herstellers. Wir sehen Ihre Anlage nur, wenn Sie uns als Installationsbetrieb dafür freigeben – das ist die Voraussetzung für Fernwartung und Monitoring, und Sie können die Freigabe jederzeit wieder zurücknehmen. Weiter gibt niemand von uns etwas.

Muss ich da ständig hineinschauen?

Nein. Die meisten schauen die ersten Wochen täglich hinein und danach immer seltener – das ist auch richtig so. Was wichtig ist, meldet sich von selbst: Die App schickt eine Nachricht, wenn eine Störung ansteht, und wenn Ihre Anlage in unserem Monitoring liegt, rufen wir Sie an.

Im Beratungstermin prüfen wir das an Ihrem Dach.

Wir nehmen das Dach per Drohne auf, rechnen die Varianten durch und legen Ihnen die Zahlen nebeneinander. Unverbindlich und kostenlos.

Und wie geht es dann weiter? So läuft es bei uns ab – vom ersten Anruf bis zur angemeldeten Anlage.

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